MÄRZ • Flavia Solva ... Willkommen in der Römerzeit

03 Werkform Architektur 03 LB Flavia solva 1

Mit Flavia Solva haben uns die Römer auf dem Gebiet der Marktgemeinde Wagna nicht nur die einzige Römerstadt in der Steiermark hinterlassen, sondern dem Land Österreich auch den bedeutendsten Fundort dieser Epoche. Im Jahre 70 n. Chr. verlieh Kaiser Vespasian der Siedlung das Stadtrecht. Von da an trug sie ihren Namen, der auf die Herrschaftsfamilie der Flavier verweist, Solva war die illyrische Bezeichnung des Flusses Sulm. 

Die ursprüngliche Siedlung, die noch auf die Kelten zurückging, musste weichen und die Römer bauten eine neue Stadt nach Plan. Vom einstigen Glanz ist nicht mehr viel übrig, es waren wohl die Germanen, die Flavia Solva zwischen 170 und 175 n. Chr. dem Erdboden gleichgemacht haben. Nach einer Phase des Wiederaufbaues verödete die Stadt schließlich im 5. Jahrhundert. Ausgewählte Fundstücke aus über 100 Jahren Grabungsgeschichte ruhen wohlverwahrt in einem Museumsgebäude, das auf sechs Säulen direkt über dem Ausgrabungsgelände steht und den Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart symbolisiert. 

© Text: Dr. Mirella Kuchling; © Fotos: Athena Stebner; © Rendering: Werkform Architektur

03 Stebner 03 LB Flavia Solva IMG 0003 03 Stebner 03 LB Flavia Solva IMG 0008 b

FEBER • Der Botanische Garten ... Arche Noah der Pflanzen

02 Stebner 02 G Gewachshaus HDRGraz mit der grünen Insel des Schloßberges in seiner Mitte galt seit jeher als grüne Stadt. Als der steirische Erzherzog Johann im Jahre 1811 den Bau des Joanneums anregte, um seinen Untertanen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, durfte daher auch ein Botanischer Garten nicht fehlen.
76 Jahre nach dessen Eröffnung war das ursprüngliche Areal im heutigen Joanneumsviertel zu klein geworden und so übersiedelte der Joanneumsgarten in die Schubertstraße. In den folgenden beiden Jahren erfolgte die Verpflanzung der Bestände, so stammen zum Beispiel die Palmfarne im Oberstock der heutigen Eingangshalle noch aus dieser Anfangszeit. 

Durch Zukäufe konnten ab 1985 unter anderem eine Teichanlage und der Bauerngarten realisiert werden. Das alte Palmenhaus steht noch heute als „Altes Gewächshaus“ auf dem Gelände. Es war im Laufe der Jahre verfallen, doch eine Bürgerinitiative rettete das bauliche Kleinod 1997 vor dem Abriss und es wurde später unter Denkmalschutz gestellt.
Die aktuellen Gewächshäuser des
Architekten Volker Giencke wurden 1995 eröffnet. Drei parabolische Zylinder aus Acrylglas ermöglichen einen Lichteinfall von ganzen 98 Prozent. Vier Klimazonen sind darin beheimatet: das Tropen- oder Warmhaus, das Kalthaus mit Pflanzen des Mittelmeerraumes, das Temperierthaus, das die Vegetation Südamerikas und Australiens präsentiert, und das Sukkulentenhaus mit seinen mächtigen Kakteen.
© Text: Dr. Mirella Kuchling © Foto: Athena Stebner

Format: 42 x 19,7 cm (DIN A3 quer), 14 Blatt vierfarbig, Bilderdruckpapier, Offsetdruck. Nur € 24,90 (inkl. Ust)
Erhältlich im Steirischen Heimatwerk und beim Verlag: http://www.zeitlupe-verlag.at/

 

JÄNNER • Der Erzberg ... Eisen auf immerdar

01 Stebner 01 LE Erzberg 

Vor vielen Jahren, so erzählt die Sage, wohnte in der „Schwarzen Lacken“ unweit des Leopoldsteinersees ein Wassermann, der über immense Reichtümer verfügte. Das reizte die Menschen sehr, und da Wassermänner bekanntlich scheue Gesellen sind, griffen sie zu einer List, um seiner habhaft zu werden. Der Ahnungslose konnte einem reich gedeckten Tisch nicht widerstehen und probierte auch noch ein innen mit Pech bestrichenes Gewand. Um wieder in seine Grotte zurückzudürfen, bot er den Männern und Frauen Gold oder Silber für eine begrenzte Zeitspanne oder Eisen auf immerdar an. Die Menschen wählten klug und so konnten unzählige Generationen vom Abbau der reichen Erzlagerstätten leben. 

Urkundlich belegt ist der Abbau seit dem 12. Jahrhundert, als die Eisenbauern das Erz noch aus flachen Gruben gewannen. Im 16. Jahrhundert wurde damit begonnen, Stollen in den Berg zu treiben. Ab 1870 kam Dynamit zum Einsatz, ein Schauspiel, das sich die damaligen Erzberg-Touristen nicht entgehen lassen wollten. Die Technisierung erfasste in weiterer Folge rasch jeden Arbeitsbereich, von der Förderung über den Transport bis hin zur Verarbeitung. Ab 1890 erhielt der Berg dann sein charakteristisches Aussehen, da der stufenförmige Abbau eingeführt wurde. Die ursprünglich 60 Stufen halbierte man später auf 30, die alle Namen von Heiligen oder Bergleuten tragen. 
© Text: Dr. Mirella Kuchling © Foto: Athena Stebner

Zeitlupe Kalender STMK 2020 xx

Venedig und die Lagune ... für Fortgeschrittene

Und irgendwann bleib ich dann dort. Das ist vermutlich für allerlei Traumdestinationen der meistgedachte Satz.


Venedig xsIn meinem Fall trifft das durchaus auf Venedig zu. Ein Stück dieser meiner Sehnsucht ist kunstvoll und sehr gelungen zwischen zwei Buchdeckel gebannt: Venedig und die Lagune (für Fortgeschrittene). 

Wolfgang Salomon präsentiert die Serenissima und das Umland von bekannt-unbekannten Seiten, grafisch gekonnt und wunderschön in Szene gesetzt (nicht nur bei diesem Werk müssten eigentlich die beiden Grafiker mit aufs Titelbild gehoben werden - lebt doch das gesamte Buch von dieser großartigen Gestaltung!).

Salomon ist einer, der diese Gegend liebt und kennt und der sie dennoch nicht so sehr touristisch preisgibt, weil sich die Massen nicht auf seine Tipps stürzen werden. Es sind eher die Leisetreter-Touris, die auch im November in die Lagunenstadt kommen, um dem Rummel nicht ausgeliefert zu sein und die Stadt pur und echt erleben zu dürfen, die dieses Werk schätzen und nutzen werden. 


Und bis es soweit ist, dass die Massen fort sind kann man in den Geschichten hinter den Bildern schwelgen, die Rezepte ausprobieren und sich mit den Bildern da hin träumen, wo man dann irgendwann mal bleibt.

Absolute Kaufempfehlung - ein Must-Have für Venedigfans!

Venedig und die Lagune 
für Fortgeschrittene
Broschur, 192 Seiten
ISBN 978-3-222-13635-1
28,- €
Styria Verlag

Auf meiner Webseite verwende ich so genannte Cookies. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Endgerät abgelegt werden und keinerlei Schaden anrichten. Sie können an dieser Stelle entscheiden, ob Sie das wünschen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie meine Cookies akzeptieren, weil ich so meine Angebote optimieren kann! Danke dafür im Voraus!
Ok