MÄRZ • Flavia Solva ... Willkommen in der Römerzeit

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Mit Flavia Solva haben uns die Römer auf dem Gebiet der Marktgemeinde Wagna nicht nur die einzige Römerstadt in der Steiermark hinterlassen, sondern dem Land Österreich auch den bedeutendsten Fundort dieser Epoche. Im Jahre 70 n. Chr. verlieh Kaiser Vespasian der Siedlung das Stadtrecht. Von da an trug sie ihren Namen, der auf die Herrschaftsfamilie der Flavier verweist, Solva war die illyrische Bezeichnung des Flusses Sulm. 

Die ursprüngliche Siedlung, die noch auf die Kelten zurückging, musste weichen und die Römer bauten eine neue Stadt nach Plan. Vom einstigen Glanz ist nicht mehr viel übrig, es waren wohl die Germanen, die Flavia Solva zwischen 170 und 175 n. Chr. dem Erdboden gleichgemacht haben. Nach einer Phase des Wiederaufbaues verödete die Stadt schließlich im 5. Jahrhundert. Ausgewählte Fundstücke aus über 100 Jahren Grabungsgeschichte ruhen wohlverwahrt in einem Museumsgebäude, das auf sechs Säulen direkt über dem Ausgrabungsgelände steht und den Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart symbolisiert. 

© Text: Dr. Mirella Kuchling; © Fotos: Athena Stebner; © Rendering: Werkform Architektur

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